Grundlagen naturheilkundlichen Denkens

Grundlagen naturheilkundlichen Denkens

Die Naturheilkunde besitzt ein eigenes Denkmodell

Säfte -Temperamente – Konstitutionen

Jedes naturheilkundliche System hat zu allen Zeiten den Menschen als energetische Ganzheit betrachtet, als Organisationseinheit Körper – Seele – Geist; mit anderen Worten ausgedrückt als mikrokosmische Dimension, die als Teil des Makrokosmos grundsätzlich den gleichen Gesetzmäßigkeiten und Regeln unterworfen ist.

Die traditionelle Heilkunde geht davon aus, daß die elementaren Kräfte der Natur ebenso, wenn auch auf andere Weise, die Natur des Menschen grundlegend bestimmen und in ihm immanent sind.

Was im Makrokosmos das Element, das ist im Mikrokosmos der Saft resp. der Kardinalsaft, der dieselben energetischen Qualitäten besitzt.

Diese Grundqualitäten sind das Feuchte, das Trockene, das Kalte und das Warme.

Die Körpersäfte mit ihren Qualitäten bestimmen das jeweilige Temperament. Das Temperament wiederum ist maßgebend für den „inneren Zustand“, das innere Milieu mit der Möglichkeit zur Speicherung und Erhaltung der Lebensenergie bzw. der Lebenskraft.

Energie wird in der Materie gespeichert; Form, Materie und Energie sind Kennzeichen eines lebenden Organismus.

Dabei ist eine zentrale organisierende Kraft notwendig, die Ökonomie, Richtung und Zweck des Energieflusses bestimmt und zum Ziel hat, das Leben aufrecht zu erhalten.

Diese Zielsetzung besitzt grundsätzlich jeder Organismus; wir sprechen auch von der Selbstheilunskraft. Es ist genau die Kraft, die wir versuchen zu stärken, zu besänftigen und zu erhalten.

Nun ist der Mensch ständigen Einflüssen seiner Umwelt und seines Umfeldes ausgesetzt; Gesundsein und Kranksein zeigen eine Abhängigkeit von der Art und Weise mit genau diesen Einflüssen umzugehen, nämlich sich an die Wechselfälle des Lebens und der Reizeinflüsse anzupassen.

Je größer die Energie, je besser die Reiz- und Informationsverarbeitung, desto besser wird auch die Fähigkeit zur adäquaten Anpassung und Erhaltung des dynamischen Gleichgewichtes (humorale Konstanz) sein.

Daher ist in einer naturheilkundlichen Praxis ein bedeutendes Ziel, das jeweilige Temperament und die unter diesem Aspekt zu betrachtenden Konstitution, zu erkennen und zu behandeln.

Denn Temperament und Konstitution eines Menschen bestimmen sein Verhalten und seine Art und Weise mit allen die Gesundheit beeinträchtigenden Reizen umzugehen.

Die therapeutische Einwirkung mittels Konstitutionsmitteln ermöglicht eine Verbesserung der Energiesituation, damit einen günstigeren individuellen Wirkungsradius und letztlich eine bessere Gesundheit.

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